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Spontanität und starke Nerven zur Deutschen Meisterschaft

Zwei lange und bereichernde Wettkampfwochen auf der Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück liegt hinter unseren Schützen. Mit zahlreichen Erfahrungen und der ein oder anderen neuen Bestleistung kehren unsere Schützen zurück und ziehen trotz teils durchwachsener Ergebnisse eine positive Bilanz.

Linda Kriedel entspannt im Wettkampf
Volle Konzentration bei Paul-Max Gerschel

Zwei lange und bereichernde Wettkampfwochen auf der Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück liegt hinter unseren Schützen. Mit zahlreichen Erfahrungen und der ein oder anderen neuen Bestleistung kehren unsere Schützen zurück und ziehen trotz teils durchwachsener Ergebnisse eine positive Bilanz.

Ein echtes Ausrufezeichen setzte Linda Kriedel bei den Juniorinnen II. Trotz einer einmonatigen Trainingspause fand sie am Stand erstaunlich schnell in ihren Rhythmus zurück und wuchs über sich hinaus: In der Disziplin Luftpistole sicherte sie sich mit einer herausragenden Serie eine neue persönliche Bestleistung. Mit ihren 529 Ringen schaffte sie damit den 29. Platz von 52 Teilnehmerinnen. Mit der Sportpistole reichte es mit 505 Ringen für den 30. Platz.

Für Paul-Max Gerschel entwickelte sich der Ausflug nach Bayern hingegen zu einer echten Probe sowohl für Geduld als auch Nerven. In seinen Wettkämpfen in der sehr leistungsstarken Altersklasse der Junioren I traten bei ihm sowohl mit der Freien Pistole als auch mit der Sportpistole hartnäckige Waffenstörungen auf. Der sonst routinierte Wettkampfablauf wurde dadurch heftig durcheinandergebracht. Paul-Max war somit gezwungen zu improvisieren, um noch ein bestmögliches Ergebnis herauszuholen. Anstatt also den Kopf in den Sand zu stecken, bewies er professionellen Sportlergeist und kämpfte sich durch jede Serie. Die Ergebnisse mit 378 Ringen bei der Freien Pistole und 515 Ringen mit der Sportpistole reichten je für den 29. und 32. Platz.

Ebenso forderten die extrem stark besetzten Startfelder der Herren I volle Konzentration. Henry Hirte ging gleich in vier Disziplinen an den Start.

Mit 556 Ringen bei der Luftpistole und 563 Ringen mit der Sportpistole reichte es je für eine gute Platzierung im Mittelfeld. Als ob das nicht gut genug wäre sicherte sich Henry mit 544 Ringen mit der Standardpistole (Platz 20 von 61) und 526 Ringen mit der Freien Pistole (Platz 15 von 49) zweimal das Leistungsabzeichen in Gold. Herzlichen Glückwunsch!

Auch wenn nicht jeder Traum in Edelmetall endete, zieht das Team Sachsen des PSV dennoch ein positives Fazit. Es gab viele Erfahrungen zu sammeln, die das normale Training nicht hergibt. Unsere Schützen konnten am eigenen Leib erleben, wie wichtig mentale Vorbereitungen, Spontanität und die Fähigkeit Unsicherheiten auszuhalten sind. Damit nehmen wir neue Erkenntnisse und Ansatzpunkte für das folgende Training mit nach Hause.

Linda Kriedel und Lucas Richter