November 2011

Landesliga-Wettkampf Luftpistole am 26.11.2011 in Neustadt – PSV Neustadt unterliegt nach großem Kampf dem Favoriten

Die Zuschauer, die zur Bundesliga der Luftpistolenschützen am Sonnabend, den 26.11.2011, in das Neustädter Sportforum kamen, werden dies nicht bereut haben. Sie erlebten einen an Spannung und Klasse kaum zu übertreffenden Wettkampf. Der PSV Neustadt hatte gegen den mehrmaligen Deutschen Meister PSV Olympia Berlin anzutreten und brachte den klaren Favoriten mit der besten Leistung ihrer dreijährigen Bundesliga-Zugehörigkeit an den Rand einer Niederlage. Aber die Sensation blieb leider aus. Die Berliner kamen zu einem knappen 3:2-Sieg, wobei sie ihre drei Einzelpunkte jeweils erst in der letzten Serie sichern konnten.

Für die Spitzenbegegnung hatten die Berliner den früheren Olympiasieger und Weltmeister Uwe Potteck nominiert. Dieser versuchte mit Auftaktserien von 97 und 95 Ringen seinen Gegner von vorn herein auf Distanz zu halten. Dies gelang jedoch nicht, denn Pavel Svetlik ließ auf 94 Ringe großartige 98 Ringe folgen. Das Ringen um den Sieg setzte sich mit jeweils 97 Ringen auf höchstem Niveau fort. Was nun folgte, war eine Sternstunde des Sports. Altmeister Potteck nahm die Herausforderung an – und schoss den Wettkampf mit glanzvollen 100 Ringen zu Ende! Bei dieser Kaltschnäuzigkeit und Klasse musste sich der Neustädter trotz guter 95 Ringe geschlagen geben. Ähnlich spannend und hochklassig verlief die zweite Begegnung. Dafür schickten die Berliner den zweifachen Olympiateilnehmer Wojciech Knapik gegen den Neustädter Marco Angermann ins Rennen. Der zeigte sich vom großen Namen seines Gegners nicht beeindruckt und ging nach 98, 95 und 97 Ringen zu 97, 97, 95 Ringen sogar mit einem Ring Vorsprung in die letzte Serie. Dort musste er sich jedoch mit 94 zu 96 Ringen geschlagen geben und verlor seinen Wettkampf denkbar knapp mit 384 zu 385 Ringen. Ähnlich erging es Anneliese Falkenberg, die erst in der letzten Serie mit 92 zu 94 Ringen ihren Wettkampf gegen Holger Buchmann mit 368 zu 370 Ringen verlor. Zu Einzelsiegen für Neustadt kamen Michael Bäcker mit 376 zu 374 Ringen und Claudia Döring mit großartigen 381 zu 378 Ringen.

Obwohl die Schützen des PSV Neustadt wiederum einen großen Kampf lieferten, mussten sie sich nun schon zum dritten Mal in Folge wegen eines einzigen Ringes geschlagen geben. Sie verharren somit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Aber deshalb sollten sie nicht um den Klassenerhalt bangen. Mit dem in Neustadt demonstrierten Kampfgeist und Leistungsvermögen sollte ihnen in den noch ausstehenden drei Begegnungen das Schützenglück endlich hold sein.

PSV Neustadt II  – 4 : 1 – PSSV Dresden

Claudia Döring             382 Ringe   :   359 Ringe        Philipp Wagenitz
Daniel Clauß                 370 Ringe   :   357 Ringe        Michael Fack
Kristian Borschke     373 Ringe    :   368 Ringe        Henrik Schneider
Dr. Jürgen Barth        369 Ringe    :   371 Ringe         Jan Dockal
Manfred Simon           370 Ringe   :   351 Ringe         Frank Chucher

PSV Neustadt III – 3 : 2 – 1. Zwickauer SSV

Elke Vogt                      363 Ringe   :   356 Ringe        Bernd Richter
Florian Baumgart      347 Ringe   :   364 Ringe        Ronny Schnabel
Jens Ehnert                  354 Ringe   :   351 Ringe        Thomas Winter
Jörg Wehner                359 Ringe   :    350 Ringe       Steffen Wolf
Henry Hirte                 349 Ringe   :    353 Ringe        Uwe Neef

Bundesliga-Wettkampf Luftpistole am 26.11.2011 in Neustadt

PSV Neustadt – 2 : 3 – PSV Olympia Berlin
Pavel Svetlik                    384 Ringe    –   Uwe Potteck                   389 Ringe
Marco Angermann         384 Ringe   –   Wojciech Knapik          385 Ringe
Anneliese Falkenberg   368 Ringe    –   Holger Buchmann        370 Ringe
Michael Bäcker                376 Ringe   –   Torsten Rexin                374 Ringe
Claudia Döring                 381 Ringe    –   Thorsten Dworzak       378 Ringe

Landesliga-Wettkampf Luftpistole am 26.11.2011 in Neustadt

Im Vorfeld der Bundesliga-Begegnung fanden am gleichen Ort die Wettkämpfe der sächsischen Landesliga statt. Dabei trat die zweite Mannschaft des PSV Neustadt gegen den früheren Bundesliga-Verein PSSG Dresden an. Der hatte sich von seinem zweifachen Abstieg aus der ersten und der zweiten Bundesliga noch nicht erholt, so dass die Neustädter zu einem ungefährdeten 4:1-Erfolg kamen und ihren Platz an der Tabellenspitze behaupteten. Offenbar von diesem Erfolg inspiriert, rang nachfolgend die dritte Neustädter Mannschaft dem favorisierten Zwickauer SV einen 3:2-Sieg ab.

Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Claudia Döring, die mit 382 Ringen ein Spitzenresultat erzielte. In der III. Mannschaft sind die 363 Ringe von Elke Vogt lobenswert.

PSV Neustadt leistungsstark, aber glücklos in die Bundesliga-Saison gestartet

Unsere Mannschaft hat sich für die dritte Bundesliga-Saison mit einem Platz in der Tabellenmitte nicht nur viel vorgenommen, sondern auch viel dafür getan. So konnten wir mit Marco Angermann und Claudia Döring zwei Mitstreiter gewinnen, die nicht nur über Erfahrungen in der 2. Bundesliga verfügen, sondern auch auf Medaillenerfolge bei nationalen Meisterschaften verweisen können.
Dennoch gelang es angesichts der enorm gewachsenen Leistungsdichte der Bundesliga nicht auf Anhieb, dieses Potential in messbare Erfolge umzumünzen. Im ersten Wettkampf gegen die Braunschweiger SG hatten wir zwar mit insgesamt 1877 zu 1873 Ringen die Nase vorn, aber bei den fünf einzelnen Schützenpaarungen mit 2:3 dennoch das Nachsehen.

Mathias Putzmann (380 zu 374) und Michael Bäcker (374 zu 369) dominierten ihre Gegner klar. Im Gegenzug musste sich Anneliese Falkenberg (372 zu 376)  deutlich geschlagen geben. Bei den restlichen zwei Paarungen fiel die Entscheidung denkbar knapp und leider zu Ungunsten der Neustädter aus. Pavel Svetlik (380 zu 382) und Marco Angermann (371 zu 372) verloren ihre Wettkämpfe mit nur zwei bzw. einem Ring Rückstand.

Im zweiten Durchgang hatte der PSV Neustadt gegen den SV Kriftel aus Hessen anzutreten, der bei drei Nationalkadern in der Mannschaft klarer Favorit war. Dennoch lag die Sensation eines Außenseitersieges lange in der Luft. Die Neustädter steigerten sich und hatten mit 1884 zu 1879 Ringen wiederum die bessere Gesamtringzahl.
Pavel Svetlik besiegte den olympischen Medaillengewinner Christian Reitz mit 382 zu 379 Ringen. Mathias Putzmann erzielte mit großartigen 383 Ringen das beste Ergebnis beider Wettkämpfe und siegte souverän mit 14 Ringen Vorsprung. Aber dann verließ die Neustädter das Schützenglück. Claudia Döring konnte ihrem Gegner mit 370 zu 380 Ringen nicht Paroli bieten. Bei den noch ausstehenden Paarungen ging es wiederum äußerst knapp zu. So steigerte sich Marco Angermann auf sehr gute 380 Ringe, musste sich aber dennoch der zweifachen EM-Medaillengewinnerinnerin Beata Bartkow-Kwiatowska aus Polen um zwei Ringe geschlagen geben. Michael Bäcker traf es am härtesten. Er konnte an seine vorherige Leistung nicht anknüpfen und erzielte mit 369 Ringen gegen Thomas Rink, der für die Disziplin Zentralfeuerpistole zur Nationalmannschaft gehört, nur Ringgleichheit. Beim nachfolgenden Stechen unterlag er mit 9,9 zu 10,0 Ringen. Dieser hauchdünne Rückstand hatte gewaltige Auswirkungen. Der dritten Einzelpunkt brachte den Mannschaftssieg für den SV Kriftel.

Wir stehen damit trotz engagierten Kampfs und guter Leistungen ohne Mannschaftssieg da und müssen mit dem vorletzten Tabellenplatz vorlieb nehmen. Dass wir dort nicht bleiben wollen, werden unsere Schützen am 26. November vor heimischem Publikum im Neustädter Sportforum unter Beweis stellen. Zwar ist der PSV Olympia Berlin als mehrfacher Deutscher Meister, in dessen Reihen der frühere Olympiasieger und Weltmeister Uwe Potteck steht, klarer Favorit, aber der Kampf gegen den SV Kriftel hat gezeigt, dass die Neustädter Mannschaft durchaus zum Favoritenschreck werden könnte.

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